ONGKG-Mitgliederpreis 2026

Um die Bedeutung der Gesundheitsförderung in österreichischen Gesundheitseinrichtungen hervorzuheben, vergibt das Österreichische Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) auch 2026 den ONGKG-Mitgliederpreis. Ausgezeichnet werden herausragende Gesundheitsförderungsmaßnahmen, die in ONGKG-Mitgliedseinrichtungen umgesetzt wurden.

Der Preis wird an die drei bestplatzierten Einrichtungen vergeben: 

1. Platz

  • Erstattung von Kosen bis zu 1.600 € für die Teilnahme an der nächsten internationalen HPH-Konferenz 2026
  • Erlass einer Teilnahmegebühr für die 30. ONGKG-Konferenz
  • Verleihung einer Urkunde im Rahmen der ONGKG-Konferenz
  • Sichtbarkeit im Newsletter und auf der Website des ONGKG

2. Platz

  • Erlass von zwei Teilnahmegebühren für die 30. ONGKG-Konferenz
  • Verleihung einer Urkunde im Rahmen der ONGKG-Konferenz
  • Sichtbarkeit im Newsletter und auf der Website des ONGKG

3. Platz

  • Erlass einer Teilnahmegebühr für die 30. ONGKG-Konferenz
  • Verleihung einer Urkunde im Rahmen der ONGKG-Konferenz
  • Sichtbarkeit im Newsletter und auf der Website des ONGKG

Bewertung und Preisverleihung

Die Bewertung der Einreichungen erfolgt durch eine Fachjury aus dem Bereich der Gesundheitsförderung. Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der 30. ONGKG-Konferenz am 26. November 2026 in Wien statt.

 

Einreichkriterien

  • Teilnahmeberechtigt sind alle Einrichtungen, die Mitglied des ONGKG oder seiner Sektionen – „Tabakfreie Gesundheitseinrichtungen“ oder „Baby-friendly Hospitals“ – sind.
  • Pro Einrichtung kann eine Maßnahme eingereicht werden.
  • Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das Teilnahmeformular.
  • Bitte beschreiben Sie Ihre Maßnahme prägnant und dennoch aussagekräftig. Die Jury beurteilt ausschließlich die Angaben im Formular. Unvollständige oder sehr knappe Beschreibungen erschweren die Bewertung.
  • Bitte senden Sie das vollständig ausgefüllte Teilnahmeformular bis spätestens 31. Juli 2026 per E-Mail an ongkg@ongkg.at.

Zum Teilnahmeformular

Bewertungskriterien

Folgende Kriterien werden zur Bewertung herangezogen:

  • Beitrag zur Gesundheitsförderung (z. B. durch Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen, Prozesse oder Rahmenbedingungen)
  • Qualität und Nachvollziehbarkeit der Beschreibung (z. B. klare Zielsetzung, verständliche Darstellung, nachvollziehbare Umsetzung)
  • Herausragende Merkmale (z. B. Innovation, Wirkung oder Übertragbarkeit)
  • Nachhaltigkeit (z. B. dauerhafte Umsetzung, strukturelle Verankerung oder längerfristiger Nutzen)

 

Bisher prämierte Einreichungen

Psychische Erste Hilfe für Mitarbeiter*innen

1. Platz ONGKG-Mitgliederpreis 2025

Durch eine außergewöhnliche Situation im Berufsalltag können auch bestausgebildete und hoch erfahrene Mitarbeiter:innen traumatisiert werden oder als „Second Victim“ in ihren Handlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten an ihre Grenzen stoßen.

Das Bewusstsein für einen strukturierten, angemessenen Umgang mit Menschen, die sich nach einem kritischen Ereignis in einem psychischen Ausnahmezustand befinden, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die Psychologische Beratungsstelle des Wiener Gesundheitsverbunds wurde 2022 von der Generaldirektion beauftragt, ein Konzept für ein kollegiales Unterstützungs-System für Betroffene einer akuten Krise zu entwickeln und dieses System dann in allen Dienststellen einzuführen.

Aufbauend auf den schon bestehenden Systemen in den Pionierkliniken Hietzing und Floridsdorf, wurde in einem gemeinschaftlichen Prozess ein Konzept entwickelt und seit 2023 arbeitet die Psychologische Beratungsstelle an dessen Implementierung.

Klinik Ottakring mit Standort Penzing, Klinik Favoriten und Klinik Landstraße haben 2024 ausgewählte Mitarbeiter:innen als Psychische Ersthelfer:innen in 8-stündigen Trainings geschult und eine organisatorische und administrative Rahmenstruktur gestaltet. In allen 4 Kliniken wurde das Projekt im ersten Quartal 2025 gestartet und Psychische Erste Hilfe ist nun für alle Mitarbeiter:innen verfügbar. Klinik Donaustadt und die Pflegewohnhäuser des WIGEV werden im Herbst 2025 beziehungsweise Frühjahr 2026 nachfolgen.

Insgesamt wurden seit Projektbeginn 21 Schulungen zu je ca. 12 Teilnehmer*innen durchgeführt. Wir haben derzeit 153 aktive Psychische Ersthelfer:innen und bis dato 10 Einsätze absolviert.

Das Projekt wir von Professor Reinhardt Strametz der Hochschule RheinMain wissenschaftlich evaluiert und durch eine Steuerungsgruppe innerhalb des Wiener Gesundheitsverbunds ständig begleitet. Die Steuerungsgruppe besteht aus Arbeitsgruppenmitgliedern der teilnehmenden Kliniken, inklusive der Pionier-Kliniken, der Projektleitung, Mitarbeiter:innen der Vorstandsressorts Qualität, Prävention, Sicherheit und Kommunikation und der Leitung des Zentralen Sicherheitsboards für Gewaltprävention.

Beginnend mit dem Jahr 2026 werden in allen Dienststellen für die Ersthelfer:innen 4 Vernetzungstreffen pro Jahr veranstaltet, in denen die Schulungsinhalte wiederholt, Einsätze nachbesprochen und andere für Peers relevante Themen besprochen werden. Jede:r Ersthelfer:in ist verpflichtet, an einem dieser Treffen pro Jahr teilzunehmen.

Die Begleitung und Überprüfung des Projekts werden über die nächsten Jahre ein zentraler Bestandteil der Aufgaben der Psychologischen Beratungsstelle sein. Wir hoffen, damit zur Sicherheit der Mitarbeiter:innen beizutragen und zu verhindern, dass unsere Mitarbeiter:innen durch ihre Arbeit psychisch zu Schaden kommen.

Der WIGEV ist mit einem Unterstützungssystem dieser Dimension in Europa führend, die Kombination eines kollegialen Hilfesystems mit einer Psychologischen Beratungsstelle als Unterstützung im Hintergrund sowohl für Betroffene als auch Psychische Ersthelfer:innen ist wegweisend.





Kontakt:

Psychologische Beratungsstelle des Wiener Gesundheitsverbunds
Leiterin Mag.a Katharina Butschek, MA
katharina.butschek@gesundheitsverbund.at