Zwischen Digitalisierung und Menschlichkeit

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag im Gesundheitswesen grundlegend und bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Einerseits ermöglichen digitale Prozesse mehr Effizienz, Transparenz und Unterstützung in der Organisation. Andererseits entsteht ein Spannungsfeld, in dem der persönliche Kontakt mit Patient:innen teilweise in den Hintergrund rückt. Das Projekt „Digitalisierung vs. Patient:innenkontakt" am Universitätsklinikum AKH Wien setzte sich mit den wachsenden Anforderungen an Mitarbeitende im Spannungsfeld zwischen digitalen Arbeitsprozessen und dem direkten Kontakt mit Patient:innen auseinander. Ziel war es, psychische und strukturelle Belastungen sichtbar zu machen und gesundheitliche Ressourcen zu stärken. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden zentrale Einflussfaktoren analysiert und darauf aufbauend gezielte Maßnahmen entwickelt, die sowohl individuelle Kompetenzen als auch organisatorische Rahmenbedingungen berücksichtigen. Im Fokus standen dabei insbesondere Kommunikation, Zusammenarbeit sowie der konstruktive Umgang mit digitalen Veränderungen. Das Projekt wurde mit den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) gefördert. Der Vortrag bietet Einblicke in das Projekt, von der ersten Idee bis zu den Ergebnissen, Erfolgsfaktoren und Learnings.