Hintergrund
Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, haben über das Österreichische Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) die Möglichkeit, sich als Altersfreundliche Gesundheitseinrichtung anerkennen zu lassen. Damit machen Sie auch nach außen sichtbar, dass sie organisationsweit Strategien für Alter(n)sgerechtigkeit leben und Initiativen zur Umsetzung von Alter(n)sfreundlichkeit für Mitarbeiter:innen, Patient:innen, Besucher:innen und die Bevölkerung in der Region umsetzen..
Der thematische Schwerpunkt mit dem Anerkennungsverfahren wurde 2021 ins Leben gerufen und orientiert sich an den 5 Standards für Altersfreundliche Gesundheitseinrichtungen. Diese basieren auf einem Konzept, das im Rahmen des internationalen HPH-Netzwerks (International Network of Health Promoting Hospitals and Health Services) entwickelt wurde (Standards 1–4), sowie auf Indikatoren des NESTORGOLD-Gütesiegels für alternsgerechte Unternehmen und Organisationen (Standard 5).
Die Anerkennung ist auf drei Stufen angelegt (Bronze, Silber, Gold). Während für die Vergabe auf Bronze-Niveau die Begutachtung schriftlich übermittelter Unterlagen vorgesehen ist, ist für die Stufen Silber und Gold zusätzlich jeweils eine Vor-Ort-Begutachtung in der Gesundheitseinrichtung durch ein zweiköpfiges Gutachter:innen-Team erforderlich. Im Jahr 2025 wurde gemeinsam mit Expert:innen der Prozess dieser Begehungen entwickelt und ein praxisnahes Fortbildungsangebot in Form eines Gutachter:innen-Lehrgangs erarbeitet, der allen künftigen Gutachter:innen einheitlich Wissen zu Hintergründen, Inhalten und Umsetzung des Anerkennungsverfahrens vermittelt und damit die Vergleichbarkeit der Begutachtungen sicherstellt.
Für das Anerkennungsverfahren setzt das ONGKG auf die Zusammenarbeit mit erfahrenen Expert:innen aus der Praxis. Da das Thema nicht zuletzt im Zuge der demographischen Entwicklungen zunehmend relevanter wird, wird sich der Bedarf an Expert:innen in diesem Bereich erhöhen.
Die Entwicklung und Pilotierung des Lehrgangs wird gefördert aus den Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK).
Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen
Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen aus Gesundheitseinrichtungen, die Interesse an einer Tätigkeit als Gutachter:in für Altersfreundliche Gesundheitseinrichtungen im ONGKG haben und folgende Voraussetzungen erfüllen:
- (Langjährige) Berufserfahrung im Setting Gesundheitseinrichtung (z. B. Geriatrie, Organisationsentwicklung/Qualitätsmanagement, Langzeitpflege etc.) und Vertrautheit mit klinischen Abläufen
- Engagement für Gesundheitsförderung und Bereitschaft, das Thema alter(n)sgerechte Gesundheitseinrichtungen voranzutreiben
- Fachliche Erfahrung mit dem Thema Alter und Gesundheit
- Einschlägige Erfahrung im Qualitätsmanagement in Gesundheitseinrichtungen
- Multiprofessionelle Kompetenz: kooperativer Umgang mit verschiedenen Berufsgruppen, über alle Geschlechter und Hierarchieebenen hinweg
- Soziale Kompetenz, (sprachliche) Sensibilität und Empathie
- Kompetenz in den Themen Diversity, Equity, Inclusion
- Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung
- Vertrauenswürdigkeit, Diskretion und Verlässlichkeit
Aufbau und Organisation des Lehrgangs
Kosten: Der erste Durchgang des Lehrgangs wird aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) finanziert und ist für Teilnehmenden kostenlos.
Anreise- und Übernachtungskosten müssen von der Teilnehmer:innen selbst getragen werden.
Dauer: Die Termine des Lehrgangs finden von März bis Juni 2026 in Wien und online statt. Der Abschluss erfolgt nanachch Abgabe der Übungen aus den Selbstlernphasen und einer Abschlussarbeit im Umfang von drei bis maximal fünf Seiten (Abgabe bis 5. Juli, Feedback bis 31. August).
Gesamtdauer des Unterrichts: 28 akademische Stunden (21h)
Übungen und Abschlussarbeit: Über den gesamten Verlauf des Lehrgangs finden zwei Selbstlernphasen in Kleingruppen statt. Die Kleingruppen werden zu Beginn des Lehrgangs gebildet und verändern sich im weiteren Verlauf des Lehrgangs nicht. In diesen Selbstlernphasen erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam drei Übungen, die schriftlich abzugeben sind. Darüber hinaus verfassen die Teilnehmenden eine Abschlussarbeit im Umfang von drei bis maximal fünf Seiten im Rahmen derer sie den gesamten Lehrgang reflektieren.
Der feierliche Abschluss des Lehrgangs findet im Rahmen der Prä-Konferenz der ONGKG-Jahreskonferenz statt am 26. November 2026 in Wien statt.
Anmeldung
Wenn Sie Interesse haben, als Gutachter:in das Thema Altersfreundlichkeit in österreichischen Gesundheitseinrichtungen voranzutreiben, und sich im Anforderungsprofil wiederfinden, freuen wir uns auf Ihre verbindliche Anmeldung zum Lehrgang.
- Anmeldelink: https://survey.goeg.at/index.php/342932?lang=de
- Die Anmeldefrist läuft bis Mittwoch, den 25. Februar 2026.
- Der Lehrgang startet, wenn mindesten 6 Personen teilnehmen. Die Maximale Teilnehmendenzahl sind 18 Personen. Es wird eine Warteliste eingerichtet. Eine Abmeldung von bereits angemeldeten Personen ist bis spätestens 2 Wochen vor Lehrgangsstart möglich.
Hinweis: Das Orientierungsmodul vermittelt einen allgemeinen Überblick über die Gutachter:innentätigkeit im ONGKG und steht sowohl Personen offen, die sich grundsätzlich für eine solche Tätigkeit interessieren, als auch Gutachter:innen, die bereits in einem anderen Schwerpunktbereich des ONGKG tätig sind.
Modulübersicht
Datum | Modul | Ort |
|---|---|---|
| 26.03.2026 13:00-16:30 | Orientierungsmodul – Gesundheitsförderung in | Online |
16.04.2026 | Modul 1: Hintergrund und Kontextwissen – die Gesundheitsorganisation im Fokus | Präsenz (Wien) |
17.04.2026 | Modul 2: Standards alter(n)sfreundlicher Gesundheitseinrichtungen | Präsenz (Wien) |
19.06.2026 | Modul 3 Teil 1: Einrichtungsbezogenes angewandtes Wissensmanagement | Online (MS-Teams) |
19.06.2026 | Modul 3 Teil 2: Stimmen aus der Praxis | Online (MS-Teams) |
26.11.2026 | Feierlicher Abschluss des Lehrgangs (optionale Teilnahme) | 30. ONGKG-Konferenz (Wien) |
Alle weiteren Informationen finden Sie hier