Handlungsempfehlungen für ein stillfreundliches Österreich

Stillen bietet viele Vorteile, sowohl für die Mutter als auch für das Baby. Trotz des hinreichend belegten gesundheitsförderlichen Potenzials des Stillens gibt es in Österreich Verbesserungsbedarf sowohl bei der Gesamtstilldauer als auch beim ausschließlichen Stillen. Um die informierte und selbstbestimmte Entscheidung zum Thema Stillen zu erleichtern, bedarf es der Schaffung struktureller und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zur Stillförderung, sowie eine Enttabuisierung des Themas in der Öffentlichkeit.

Für die Ableitung wirksamer Maßnahmen der Stillförderung ist eine evidenzbasierte und partizipative Vorgehensweise wesentlich. Daher wurde vom „Zentrum Ernährung & Prävention“ der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) der evidenzbasierte und bereits in mehreren Ländern erprobte Prozess des internationalen Forschungsvorhabens „Becoming Breastfeeding Friendly (BBF)“ der Yale School of Public Health für die Entwicklung der Handlungsempfehlungen herangezogen. BBF ermöglicht eine länderspezifische Beurteilung über die Einflussfaktoren des Stillens durch standardisierte Kriterien und unterstützt so die Erfassung der Handlungsbedarfe im Bereich der Stillförderung. 

Der entstandene Bericht und die NEK-Empfehlung liefern ein Paket an 14 strategischen Handlungsempfehlungen, welche den Grundstein dafür legen Österreich nachhaltig stillfreundlicher zu machen und so einen wesentlichen Beitrag zum gesunden Aufwachsen von Kindern zu leisten. Die Empfehlungen reichen von der Entwicklung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie über der Vermittlung einheitlicher Lehrinhalte zum Stillen bis hin zu einem regelmäßigen Stillmonitoring.

Der wissenschaftliche Endbericht zu den Handlungsempfehlungen sowie die NEK-Empfehlung stehen nun auf der Website des BMSGPK zum Download bereit.