Das „Wiener Konzept Gesundheitskompetenter Krankenbehandlungsorganisationen“ (WKGKKO) – Tools und Informationen

Gesundheitskompetenz ist Studien zufolge eine wichtige Gesundheitsdeterminante. In der aktuellen österreichischen Gesundheitsreform ist ihr ein eigenes Rahmen-Gesundheitsziel (R-GZ) gewidmet: R-GZ 3 lautet "Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken". Gerade Gesundheitseinrichtungen sind gefragt, hier einen Beitrag zu leisten. Daher lautet eines der Teilziele von R-GZ 3 "Das Gesundheitswesen unter Beteiligung der Betroffenen gesundheitskompetenter machen". Gesundheitskompetente Gesundheitseinrichtungen bemühen sich um die Bereitstellung von leicht auffindbaren bzw. leicht zugänglichen, gut verständlichen, gut nachvollziehbaren und gut umsetzbaren gesundheitsbezogenen Informationen. Dafür sind auch etablierte Routinen zu verändern. Um Gesundheitseinrichtungen dabei zu unterstützen, entwickelte das Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research in Kooperation mit dem Österreichischen Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser das "Wiener Konzept Gesundheitskompetenter Krankenbehandlungsorganisationen" (WKGKKO). Ein entsprechendes organisationales Selbstbewertungsinstrument mit 9 Standards (WKGKKO-I) ermöglicht es Einrichtungen der Krankenbehandlung, zunächst den Ist-Stand ihrer organisationalen Gesundheitskompetenz festzustellen und auf dieser Grundlage Schritte zur Verbesserung zu setzen. Das getestete Instrument, eine Toolbox mit erprobten Ansätzen und Beispielen zur Verbesserung und einen Bericht zur Machbarkeitsstudie des WKGKKO-I finden Sie hier.

Über uns

Wer wir sind

Das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) besteht seit 1996 als Sub-Netzwerk des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierten Netzwerks "Health Promoting Hospitals and Health Services" (HPH). Seit 2006 ist das Netzwerk als gemeinnütziger Verein im Sinne des Österreichischen Vereinsrechtes organisiert.

Was wir tun

Wir unterstützen österreichische Krankenanstalten und Gesundheitseinrichtungen in ihrer Neuorientierung in Richtung Gesundheitsförderung, d.h. in einer gesundheitsfördernden Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen und, sofern sinnvoll und notwendig, bei der Einführung neuer gesundheitsfördernder Leistungen. Ziel ist der größtmögliche Gesundheitsgewinn von PatientInnen, BesucherInnen, MitarbeiterInnen und der Bevölkerung im Einzugsgebiet. Das ONGKG arbeitet eng mit dem internationalen HPH-Netzwerk zusammen. Gute Kooperationen bestehen auch mit anderen Akteuren der Gesundheitsförderung und des Gesundheitswesens in Österreich und international.

Woher wir kommen

Österreich ist das Pionierland des Gesundheitsfördernden Krankenhauses. Von 1989 bis 1996 fand an der Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung das erste europäische WHO-Modellprojekt „Gesundheit und Krankenhaus“ statt. Aus dem Projekt entwickelte sich nach einer europäischen Pilotphase wiederum im Auftrag der WHO das Internationale Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (HPH), dem Österreich nun gemeinsam mit 40 weiteren Netzwerken angehört, die mittlerweile alle Kontinente repräsentieren.