Liebe Leser:innen!
Das Jahr 2026 ist ein besonderes für das ONGKG! Wir feiern ein Doppeljubiläum: 30 Jahre ONGKG und 40 Jahre Ottawa-Charta der WHO. Aus diesem Anlass laden wir Sie herzlich zu unserer Jubiläumskonferenz „30 Jahre ONGKG – 40 Jahre Ottawa-Charta" am 26. und 27. November 2026 im Europahaus Wien ein. Gemeinsam mit der Gesundheit Österreich GmbH und dem BMASGPK widmen wir uns dem Handlungsfeld „Gesundheitsdienste neu orientieren" und blicken zugleich zurück auf drei Jahrzehnte gemeinsamen Engagements für gesundheitsfördernde Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen.
Der Sommer steht auch ganz im Zeichen eines aktuellen Themas: Mit unserer Aktion „Hitze im Blick" laden wir alle Gesundheitseinrichtungen ein, Temperatur und Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag zu dokumentieren und so aktiv zur Weiterentwicklung wirksamer Hitzeschutzmaßnahmen beizutragen. Mitmachen lohnt sich! Mehr dazu lesen Sie weiter unten.
Wie vielfältig Gesundheitsförderung in unseren Mitgliedseinrichtungen gelebt wird, zeigt auch diese Ausgabe wieder eindrucksvoll: von der „Bewegten Pause" und dem „Stiegensticker" in der Klinik Landstraße über das interdisziplinäre Rückenpräventionsprogramm „Rücken ohne Tücken" im LKH Hochsteiermark bis hin zur Auszeichnung des LKH Oststeiermark als erstes „Baby-Friendly Hospital" der Steiermark. Auch dem Krankenhaus der Elisabethinen dürfen wir zu einer besonderen Auszeichnung gratulieren: dem steirischen Gesundheitspreis „Fit im Job" für sein Betriebliches Gesundheitsmanagement.
In der Pflege setzen wir neue Impulse: mit der Drehscheibe Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen unterstützen wir ab sofort Einrichtungen in der Steiermark, Salzburg und im Burgenland dabei, Gesundheitsförderung einfach und alltagstauglich umzusetzen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe und einen erholsamen, gesunden Sommer!
Ihr ONGKG-Redaktionsteam
Der Pflegealltag ist herausfordernd: Hohe Belastung, steigende Krankenstände und Personalmangel prägen viele Einrichtungen. Um Mitarbeitende langfristig zu stärken und im Beruf zu halten, braucht es gezielte und praxistaugliche Strategien.
Erfahrungen aus früheren Projekten zeigen: Besonders wirksam sind externe Expertise, niederschwellige Angebote und schnell umsetzbare Maßnahmen.
Genau hier setzt die Drehscheibe Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen an. Sie unterstützt Pflegeeinrichtungen in der Steiermark, Salzburg und im Burgenland dabei, Gesundheitsförderung einfach, alltagstauglich und ohne großen Mehraufwand umzusetzen, zum Nutzen von Mitarbeitenden und Bewohnenden.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Österreichischen Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) umgesetzt, das parallel dazu bis 2028 einen neuen ONGKG-Schwerpunkt „Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen“ aufbaut.
Was bietet die Drehscheibe?
Welchen konkreten Nutzen haben Pflegeeinrichtungen?
Wo und von wem wird die Drehscheibe umgesetzt?
Die Drehscheibe Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen wird in der Steiermark, Salzburg und im Burgenland aufgebaut und von Styria vitalis, AVOS – Gesellschaft für Vorsorgemedizin und der Hochschule Burgenland umgesetzt. Gefördert wird das Projekt vom Fonds Gesundes Österreich mit einer Finanzierung aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung. Kooperationspartner ist das ONGKG, das eine österreichweite, einrichtungsübergreifende Vernetzung ermöglicht, zusätzliche Angebote zur Verfügung stellt und zudem bis 2028 den ONGKG-Schwerpunkt „Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen“ aufbaut und bundesweit verankert.
Jetzt mitmachen
Das Projekt befindet sich aktuell im Aufbau. Pflegeeinrichtungen sind herzlich eingeladen, mitzumachen, ihre Erfahrungen einzubringen und von Anfang an zu profitieren. Besuchen Sie dazu: https://www.drehscheibe-gesundheit.at/.
Die erstmalige Auszeichnung des Krankenhauses der Elisabethinen mit dem steirischen Gesundheitspreis „Fit im Job“ bestätigt, was viele im ONGKG‑Netzwerk bereits aus der gemeinsamen Arbeit kennen: Nachhaltige Gesundheitsförderung im Krankenhaus gelingt nur dort, wo Betriebliches Gesundheitsmanagement strategisch gedacht, strukturell verankert und konsequent umgesetzt wird.
Unter der Leitung von Mag.a Michaela Drexel, MAS, verfolgt das Krankenhaus seit Jahren einen Ansatz, der weit über klassische Gesundheitsförderungsmaßnahmen hinausgeht. Im klinischen Alltag, geprägt von hohen körperlichen und psychischen Anforderungen, schafft das Betriebliche Gesundheitsmanagement Rahmenbedingungen, die Mitarbeitende stärken, entlasten und langfristig binden.
Besonders sichtbar wird dieser Anspruch in der Breite und Tiefe der Angebote:
Für die Jury ausschlaggebend war jedoch nicht allein die Vielfalt der Maßnahmen, sondern auch die dahinterliegende Qualitätslogik: systematische wissenschaftlich fundierte Evaluierung, klare Zielsetzungen und eine strategische Ausrichtung, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement als integralen Bestandteil der Organisationsentwicklung versteht.
Damit setzt das Krankenhaus der Elisabethinen ein starkes Zeichen – und liefert dem ONGKG‑Netzwerk ein inspirierendes Beispiel dafür, wie ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus wirksam gestaltet werden kann.
Zum Preis
Der steirische Gesundheitspreis „Fit im Job“ wird vergeben von der Wirtschaftskammer Steiermark und zeichnet Betriebe aus, die sich in besonderer Weise für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter:innen engagieren.
Informationen dazu finden Sie auch unter: https://aktuelles.elisabethinen.at/aktuelles/krankenhaus-der-elisabethinen-mit-steirischem-gesundheitspreis-fit-im-job-ausgezeichnet
Muskuloskelettale Beschwerden zählen zu den häufigsten Gründen für Krankenstände im Gesundheitswesen. Besonders körperlich belastete Berufsgruppen wie Küche, Reinigung und Pflege sind betroffen. Ziel ist es, ein niederschwelliges und praxisnahes Angebot zur Prävention von Wirbelsäulenbeschwerden und Gesundheitsförderung für diese Berufsgruppen zu entwickeln und in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Im LKH Hochsteiermark, als ein Verbund der steiermärkischen KAGes, wurde das Programm „Rücken ohne Tücken“ als modular aufgebautes Schulungssystem in den letzten Jahren etabliert. Die Basis bildet eine ursprüngliche Unterweisung aus dem Jahr 2010 im LKH-Univ. Klinikum Graz, die seither sukzessive aktualisiert und auf die Bedürfnisse des LKH Hochsteiermark und seine Mitarbeiter:innen angepasst wurde.
Im Herbst 2023 wurde das Programm erstmals an den Standorten Bruck, Leoben und Mürzzuschlag mit insgesamt 68 Teilnehmer:innen erfolgreich eingeführt. Das Feedback war so positiv, dass im Jahr 2024 die Bereiche Reinigung und Küche an den 3 Standorten mit knapp 250 Teilnehmer:innen unterwiesen wurden. Im Jahr 2025 wurde das Programm in der Pflege gezielt über Stations- und Teambesprechungen eingeführt, insbesondere in Bereichen mit hoher Rückenbelastung. Hier wurden mehr als 150 Mitarbeiter:innen geschult. Zusätzlich wurde auch ein internationaler Fragebogen zur Erfassung von Muskel-Skelett-Beschwerden (FB*MSB) ausgegeben und es konnte eine Rücklaufquote von knapp 90 % erreicht werden.
Ergänzend wurden im Jänner 2026 20 digitale Kurzvideos mit Übungsanleitungen im Intranet veröffentlicht, die jederzeit und ohne Hilfsmittel für die Mitarbeiter:innen durchführbar sind.
Bis Ende April dieses Jahres nahmen bereits wieder knapp 270 Mitarbeiter:innen von allen 3 Standorten an den Unterweisungsterminen teil. Die Auswertung der Fragebögen ist derzeit noch in Bearbeitung, aber anhand der Fragebogenrücklaufquote (knapp 99 %) ist unter anderem auch das Interesse der Teilnehmer:innen ersichtlich.
„Rücken ohne Tücken“ wird als wirksame Maßnahme wahrgenommen, um rückenspezifischen Beschwerden präventiv vorzubeugen. Die Kombination aus theoretischem Wissen, unmittelbarer Selbsterfahrung und alltagsnahen Übungen fördert sowohl Bewusstsein als auch Verhaltensänderung.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit in der betrieblichen Gesundheitsförderung gelingen kann. Es fördert die körperliche Selbstfürsorge, stärkt Gesundheitskompetenz, unterstützt nachhaltig die Reduktion arbeitsbedingter Beschwerden und führt zu einer Stärkung des Teamspirits.
Gesundheitsfördernde Angebote sollen bedürfnisadäquat und in den Arbeitsalltag integrierbar sein, eine besondere Herausforderung angesichts der vielen verschiedenen Berufsgruppen und Arbeitszeitmodellen in einer Akutklinik.
Zwei kreative Ansätze wurden in der Klinik Landstraße durchgeführt.
Bewegte Pause
Aus der Überlegung heraus, dass Zeitressourcen für viele Bedienstete oft so knapp sind, dass es schwierig ist, den Arbeitsplatz für eine Fortbildung oder eine Sporteinheit zu verlassen, entstand die Idee einer aufsuchenden Kurzzeitintervention: Trainer:innen vom ASKÖ konnten dafür gewonnen werden, über einen mehrwöchigen Projektzeitraum einmal wöchentlich von Stockwerk zu Stockwerk durchs Haus zu gehen und Mitarbeiter:innen zu einer bewegten Pause einzuladen. Diese findet jeweils am eigenen Stockwerk in einem etwas abseits gelegenen Aufenthaltsraum statt und beinhaltet 10 Minuten sanfte Bewegung, die in der Dienstkleidung vollzogen werden kann. Kurze Übungen zum bewussten Atmen, zur Dehnung und Entspannung für Nacken und Schultern sowie zur Förderung von Gleichgewicht und Beweglichkeit setzen aktivierende und entspannende Impulse im Alltagsstress. Mitmachen war für jede:n Klinikbedienstete:n auf jedem Stockwerk zu jedem Zeitfenster möglich und beschränkte sich nicht auf die Anwesenheit der Trainer:innen auf dem „eigenen“ Stockwerk. Die Rückmeldungen zu diesem kurzen Bewegungsinput ohne Anmeldung, ohne Umziehen, mit kurzen Wegen waren durchwegs positiv, denn „Diese 10 Minuten tun wirklich gut!“
Stiegensticker
Treppensteigen ist ein hoch effektives, kostenloses Alltagstraining, das Herz-Kreislauf-System stärkt, die Muskeln (Beine/Po) kräftigt und den Stoffwechsel ankurbelt. Schon 10 Minuten Treppensteigen täglich verbessert die Fitness, verbrennt deutlich mehr Kalorien als Spazierengehen und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In einem Haus mit 16 Stockwerken bietet es sich an, diese Erkenntnisse zu nutzen. Damit es mehr Spaß macht, wurden Stiegensticker angebracht. Je ein Stickerpaar mit Frage und Antwort animierte dazu, zumindest einen Treppenabsatz hochzugehen. Anhand von insgesamt 20 Fragen aus allen möglichen Themenbereichen konnte man so auf dem Weg durchs Stiegenhaus das eigene Allgemeinwissen erweitern und Fitness im Kopf mit Fitness in den Beinen verbinden.
Um die Motivation zu steigern, wurde einige Wochen nach Anbringung der Sticker ein Gewinnspiel initiiert: Jede der Sticker-Fragen wurde mit drei Antworten versehen und in einen Online-Fragebogen eingespeist, der an alle Mitarbeiter:innen versendet wurde. Aus knapp 100 Einsendungen wurden drei gezogen, die als Preis einen Gutschein über fünf Sporteinheiten erhielten, die bei unterschiedlichen Sportanbietern wie Fitnesscentern, Schwimmbädern, Yogastudios etc. einlösbar sind. So wurde der Bewegungsgedanke über die Stiegenstickeraktion hinaus getragen.
Das Institut für Frauen- und Männergesundheit führt dank der Kooperation und Finanzierung der Generaldirektion des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV, Strategisches betriebliches Gesundheitsmanagement, Generaldirektion Vorstandsressort Personalentwicklung & Ausbildung) bereits seit über 15 Jahren gender- und kultursensible betriebliche Gesundheitsförderungsprojekte für die Mitarbeiter:innen der Basis durch. Nun darf das Team von FEM Süd und MEN seine Expertise auch Pflegekräften anbieten: Diese sind im Arbeitsalltag zunehmend hohen Belastungen ausgesetzt, wie Schichtarbeit, emotional fordernden Situationen, Zeitdruck und hoher Verantwortung. Dies führt zu einer psychischen und physischen Beanspruchung. Die Pflege ist stark weiblich geprägt, aber auch Männer finden als „Caring Masculinities“ ihren Weg in den Pflegeberuf. Angesichts der zunehmenden Diversität in Pflegeteams ist es entscheidend, gender- und kulturspezifische Aspekte und psychosoziale Faktoren zu berücksichtigen, um diese Berufsgruppe zu kräftigen: „#Pflegekraft“ wurde ab 2024 in zwei Pflegeeinrichtungen für die Mitarbeitenden der Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz pilotiert.
Wie funktioniert das?
Der Ablauf folgte dem BGF-Prozess. Er startete mit dem Einrichten der Steuerungsgruppe des Hauses sowie Kick-off-Veranstaltungen für die Zielgruppe zur Sensibilisierung auf das Thema Frauen- und Männergesundheit und das biopsychosoziale Gesundheitsmodell. Ergänzend wurde ein „Pflegekompass“ durchgeführt, u. a. zur Erhebung und Reflexion des eigenen Lebensstils.
In gender- und kultursensiblen Gesundheitszirkeln wurden Ressourcen, Belastungen und Lösungsvorschläge partizipativ gesammelt und der Steuerungsgruppe präsentiert. (z. B. zu den Themen: Essen, Dusche, Kommunikation mit Bewohner:innen und Angehörigen) Maßnahmen konnten auf der Verhaltens- und Verhältnisebene implementiert werden (z. B. „Rezeptmeister“ – ein Ernährungsworkshop mit Kochen für Männer, „Wenn Worte Brücken bauen“ – ein Kommunikationsworkshop für Frauen, Yoga & Chill zur körperlichen Gesundheit und Entspannung). „Quick Wins“ (z. B. Bereitstellen von Wäscheständern für benutzte Handtücher nach dem Duschen) konnten bereits zeitnah umgesetzt werden.
Ebenso wurde das nachhaltige Modell der Gesundheitsmultiplikator:innen auf die Pflegekräfte erweitert. Eine 4-tägige Schulung wurde 2025 pilotiert – das Ziel war, nach dieser Schulung als Gesundheitsmultiplikator:in den Kolleg:innen der eigenen Peer-Group Orientierung zu geben, sie zu empowern und als Drehscheibe für gesundheitliche Anliegen im Betrieb frühzeitig auf unterstützende Angebote hinzuweisen. Diese Schulung wird durch qualifizierte Trainer:innen des Wiener Gesundheitsverbundes sowie von FEM Süd und MEN begleitet.
Wie geht es weiter?
Der Berufsverband österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) hat erstmalig den Österreichischen Gesundheitspsychologiepreis vergeben, bei dem „#Pflegekraft“ mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung würdigt den Einsatz für und durch Pflegekräfte und motiviert das Team weiterhin. mit innovativen Ansätzen einen stärkenden Beitrag im Rahmen der Gesundheitsförderung zu leisten.
Das PV Reha-Zentrum St. Radegund wurde erfolgreich re-zertifiziert und hat erneut das GNTH Silberzertifikat als tabak- und nikotinfreie Gesundheitseinrichtung erhalten.
Diese Auszeichnung unterstreicht das kontinuierliche Engagement für die Gesundheit der Patient:innen und Mitarbeiter:innen. Sie bestätigt, dass die gesetzten Maßnahmen zur Prävention von Tabak- und Nikotingebrauch konsequent umgesetzt werden und ein tabak- und nikotinfreies Umfeld gewährleisten.
ONGKG-Auditorin Mag.a Claudia Kurat hat besonders das konsequente Engagement des Tabakfrei-Teams und das überdurchschnittlich hohe Leistungsniveau hervorgehoben.
Die Qualität der Maßnahmen spiegelt eine Kultur wider, die deutlich über die grundlegenden Anforderungen hinausgeht und setzt damit neue Maßstäbe für Gute Praxis in tabak- und nikotinfreien Gesundheitseinrichtungen.
Die geburtshilfliche Abteilung des LKH Oststeiermark am Standort Feldbach darf sich seit Dezember 2025 offiziell „Baby-Friendly Hospital“ nennen – als erstes Krankenhaus in der Steiermark. Die Auszeichnung als „Baby-Friendly Hospital“ steht für hohe fachliche Qualität, evidenzbasierte Versorgung und eine zugewandte, respektvolle Begleitung von Familien – von der ersten Minute an.
Vergeben wird das Zertifikat im Auftrag von WHO und UNICEF nach einem strengen Prüfverfahren durch das Österreichische Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG). Bewertet wird dabei insbesondere, wie gut die frühe Bindung zwischen Eltern und Kind gefördert und das Stillen unterstützt wird.
„Unser Ziel ist, dass Neugeborene gemeinsam mit ihren Eltern bestmöglich ins Leben starten können“, betont Primaria Priv.-Doz.in Dr.in Gunda Pristauz-Telsnigg, Leiterin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Feldbach. „Für uns steht die Familie im Mittelpunkt – von der ersten Minute an“, betont auch Daniela Radl, leitende Hebamme am Standort Feldbach. „Die Zertifizierung bestätigt, dass wir auf hohem fachlichem Niveau arbeiten und gleichzeitig eine warme, zugewandte Atmosphäre schaffen.“
Im Zentrum steht ein umfassend familienorientiertes Betreuungskonzept. Dazu zählen speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pflege, Geburtshilfe und Medizin, die Eltern kontinuierlich begleiten und kompetent beraten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem unmittelbaren Hautkontakt nach der Geburt („Bonding“), der nachweislich die Stabilität des Neugeborenen stärkt und die Eltern-Kind-Beziehung fördert. Ergänzt wird dies durch konsequentes Rooming-In, bei dem Mutter und Kind von Beginn an gemeinsam untergebracht sind. Auch wenn das Kind aus medizinischen Gründen überwacht werden muss, kann dies am LKH-Standort Feldbach dank neuer telemedizinischer Überwachung im Zimmer der Mutter erfolgen.
Das Angebot in Feldbach reicht von einer Stillberatung bereits während der Schwangerschaft über intensive Betreuung im Wochenbett bis hin zu regelmäßigen Terminen in der Stillambulanz nach der Entlassung. Dort erhalten Mütter individuelle, wissenschaftlich fundierte Unterstützung rund um Stillen und Säuglingsernährung.
Stillen wird aktiv gefördert, jedoch nicht erzwungen. Ziel ist es, Eltern bestmöglich zu informieren und zu unterstützen – unabhängig davon, für welche Ernährungsform sie sich entscheiden. Besonders stolz ist man in der geburtshilflichen Abteilung in Feldbach auch darauf, mit FÄ Dr.in Tanja Berenyi und DGKP Petra Malatschnig gleich zwei Mitarbeiterinnen mit der IBCLC-Qualifikation zu haben, dem international geschützten Titel für ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen.
Weitere Informationen zur Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark finden Sie auf unserer Homepage:
Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Standort Feldbach - LKH Oststeiermark
Kontaktdaten für Rückfragen
LKH Oststeiermark
Interne Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Mag.a Lisa Anna Wetzelberger und Hanna Lang, BA
Mit dem Schwerpunkt „Altersfreundliche Gesundheitseinrichtungen“ unterstützt das ONGKG Gesundheitseinrichtungen dabei, demografischen Entwicklungen aktiv zu begegnen und alter(n)sfreundliche Strukturen für Patient:innen, Mitarbeiter:innen, Besucher:innen und die Bevölkerung zu schaffen.
Im Vorjahr wurde – gefördert aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – gemeinsam mit Fachexpert:innen ein Lehrgang zur Ausbildung von Gutachter:innen für den Schwerpunkt Altersfreundliche Gesundheitseinrichtungen entwickelt. Ziel war es, österreichweit einen Expert:innenpool für die steigende Nachfrage nach Anerkennungen aufzubauen.
Der Lehrgang wurde 2026 erstmals durchgeführt und vermittelte künftigen Gutachter:innen das notwendige Wissen und die Kompetenzen für die Begutachtung von Gesundheitseinrichtungen im Rahmen des Anerkennungsverfahrens. In insgesamt 4 Modulen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Gesundheitsförderung in Gesundheitseinrichtungen, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, den 5 Standards altersfreundlicher Gesundheitseinrichtungen sowie der praktischen Durchführung von Begutachtungen. Besonders erfreulich war, dass die Teilnehmenden dabei langjährige Erfahrungen und berufliche Hintergründe aus dem Gesundheitswesen einbrachten.
Mit diesem neuen Qualifizierungsangebot baut das ONGKG gezielt Expertise im Bereich altersfreundlicher Gesundheitsversorgung und -förderung auf und erweitert so sein Unterstützungsangebot für Mitgliedseinrichtungen zu mehr Altersfreundlichkeit.
Das ONGKG freut sich über den erfolgreichen Abschluss des ersten Durchgangs des Lehrgangs. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen uns darauf, die ersten Absolvent:innen bald bei Begutachtungen im Einsatz zu sehen.
Der feierliche Abschluss des Lehrgangs erfolgt im Rahmen der Prä-Konferenz der ONGKG-Jahreskonferenz 2026 in Wien.
Hitze betrifft uns alle und stellt, besonderes für vulnerable Personen eine ernstzunehmende gesundheitliche Belastung dar. Um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen während der Sommermonate und insbesondere während Hitzewellen bestmöglich zu schützen, wurde die Ready‑to‑Use Fortbildungstoolbox Hitze & Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) entwickelt. Die Toolbox ermöglicht es Multiplikator:innen, in ihren Einrichtungen das Thema Hitze systematisch als Fortbildungsprogramm anzubieten und so den Hitzeschutz zu stärken.
Das ONGKG als nationaler Partner des Hitzeaktionstags nahm das diesjährige Motto „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“ zum Anlass, eine Multiplikator:innen-Schulung für diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen zur Fortbildungstoolbox anzubieten. Am 7. Mai 2026 nahmen 26 Personen aus unterschiedlichsten Einrichtungen – darunter Krankenhäuser, Rehazentren sowie Sozial- und Pflegeeinrichtungen – an der Online-Fortbildung teil.
Eingangs gab es einen Überblick über Hitze als Folge des Klimawandels in Österreich, über ihre Auswirkungen auf Patient:innen sowie auf die eigene Gesundheit, über soziale Einflussfaktoren und über die Umsetzung konkreter präventiver Maßnahmen. Im Spezialmodul Hitze in der Pflegepraxis lag der Schwerpunkt auf der Einschätzung hitzebedingter Gesundheitsrisiken, dem Erkennen relevanter Symptome, der Ableitung und Umsetzung geeigneter pflegerischer Maßnahmen sowie der Beratung und Befähigung von Patient:innen und Bewohner:innen zum Schutz vor Hitze.
Sollten Sie die Schulung verpasst haben, können Sie die Ready-to-Use Fortbildungstoolbox Hitze & Gesundheit hier herunterladen.
Wie wichtig gute Kommunikation im Gesundheitswesen ist und wie sehr sie Menschen bewegt, zeigte die Lange Nacht der Forschung am 24. April 2026 eindrucksvoll. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, bei der Mitmach-Station der Initiative „Gute Gesprächsqualität“ und des Palliative-Care-Projekts „Reden wir drüber“ selbst zu erleben, wie herausfordernde Gespräche professionell, empathisch und verständlich geführt werden können.
Besonderes Interesse galt dem simulierten Kommunikationstraining mit Schauspielpatientin Margot Schönbeck und ÖPGK-tEACH-Trainerin Brigit Hladschik-Kermer. Besucher:innen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen konnten praxisnah ausprobieren, wie man mit Emotionen umgeht, aktiv zuhört, schwierige Inhalte verständlich vermittelt und auch in belastenden Situationen handlungsfähig und vertrauensvoll bleibt. Bis in die späten Abendstunden war der Andrang groß – ein deutliches Zeichen dafür, wie relevant kommunikative Kompetenzen für den Berufsalltag und die Versorgungsqualität sind.
Denn Gesundheitsfachkräfte stehen täglich vor herausfordernden Situationen: Verständigungsprobleme, starke Emotionen von Patient:innen, Konflikte, das Überbringen schlechter Nachrichten – und das alles unter hohem Zeitdruck.
Gute kommunikative Fähigkeiten helfen dabei, diese Situationen professioneller, sicherer und entlastender zu bewältigen. Sie stärken die Beziehung zu Patient:innen, fördern Vertrauen und ermöglichen es, knappe Zeitressourcen effektiver zu nutzen. Die gute Nachricht: Kommunikation ist lernbar.
Noch bis 31. Juli 2026 gibt es die Möglichkeit, Förderangebote für praxisnahe Kommunikationstrainings nach ÖPGK-tEACH-Standard mit Schauspielpatient:innen in Anspruch zu nehmen.
Sichern Sie sich jetzt Ihr gefördertes Kommunikationstraining. Alle Infos: Aktuelle Förderangebote - ÖPGK
18,8 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – und die Belastungen der steigenden Armut sind in der Primärversorgung deutlich spürbar. Wie Primärversorger:innen armutsbetroffene Patient:innen unterstützen und armutssensibel handeln können, erklärt die Plattform Primärversorgung (PPV) in einem neuen Flyer kompakt und praxisnah. PPV-Mitglieder können den Flyer auf der PPV-Website herunterladen oder über das Bestellservice anfordern. Eine PPV-Mitgliedschaft ist kostenlos!
Der Yellow September ist ein österreichweiter Aktionsmonat für psychosoziale Gesundheit. Er findet jährlich vom 10. September bis zum 10. Oktober statt – zwischen dem Welttag der Suizidprävention und dem Welttag der psychischen Gesundheit. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen, Entstigmatisierung zu fördern und psychosoziale Gesundheit stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken.
2026 steht der Yellow September unter dem Schwerpunkt Einsamkeit. Unter dem Claim „Gemeinsam geht mehr!“ wird die Bedeutung sozialer Verbundenheit für die psychische Gesundheit hervorgehoben. Einsamkeit betrifft viele Menschen und kann sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Umso wichtiger ist es, Austausch, Unterstützung und Teilhabe zu fördern.
Unter der gemeinsamen Dachmarke treten Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen österreichweit mit ihren Aktivitäten auf. Sie setzen damit ein sichtbares Zeichen für psychosoziale Gesundheit, Fürsorge und Solidarität. Der übergeordnete Claim „Wir setzen uns für psychosoziale Gesundheit ein!“ verbindet die unterschiedlichen Beiträge und stärkt ihre gemeinsame Wirkung.
Der Yellow September bietet eine Plattform, bestehende Angebote sichtbar zu machen und neue Initiativen anzustoßen. Organisationen können Veranstaltungen, Kampagnen oder Beiträge einbringen und diese unter der Dachmarke kommunizieren. Ziel ist es, gemeinsam Reichweite zu schaffen und Themen der psychischen Gesundheit breiter in der Gesellschaft zu verankern.
Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt das Potenzial der Initiative: Trotz kurzer Vorlaufzeit beteiligten sich 54 Organisationen, es wurden 27 Veranstaltungen umgesetzt und es konnten über 300 Medienberichte erzielt werden. Diese hohe Beteiligung verdeutlicht das große Engagement im Bereich der psychosozialen Gesundheit und den Mehrwert einer gemeinsamen Dachmarke.
Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Beteiligung finden Sie unter:
https://www.yellowseptember.at
Das “WHO Collaborating Centre for Health Promotion in Hospitals and Healthcare” wurde im Juni 2026 für weitere zwei Jahre wiederernannt. Das WHO CC HPH ist im Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem an der GÖG angesiedelt. Für die neue Periode ist eine internationale Webinarreihe geplant, in der gemeinsam mit der WHO und Partnernetzwerken Erfahrungen ausgetauscht werden, wie Krankenhäuser Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitskompetenz stärken und weiterentwickeln können.
Mehr Infos:
https://www.who.int/about/collaboration/collaborating-centres
https://agenda-gesundheitsfoerderung.at/ueber-uns/gesundheitsfoerderung_gesundheitssystem
Kürzlich wurde der Jahresbericht 2025 des Internationalen Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (HPH) veröffentlicht. Er bietet spannende Einblicke in die internationalen Aktivitäten des Netzwerks sowie in die Entwicklungen der themenspezifischen Task Forces und Working Groups sowie der nationalen und regionalen Netzwerke.
Zudem wurde die HPH Global Strategy 2026-2030 veröffentlicht. Sie beschreibt die strategische Ausrichtung des Netzwerks für die kommenden Jahre.
Ein weiteres aktuelles Dokument ist der im April 2026 veröffentlichte HPH Policy Brief zum Thema Künstliche Intelligenz mit dem Titel „What are the Potential Benefits and Risks of Artificial Intelligence for Health Promoting Hospitals and Health Services?“.
Diese und weitere relevante Publikationen finden Sie auf der Website des internationalen HPH-Netzwerks.
Nutzen Sie außerdem die Gelegenheit, sich zum Massive Open Online Course (MOOC) des HPH-Netzwerks anzumelden und Ihr Wissen zur Gesundheitsförderung in Gesundheitseinrichtungen zu vertiefen!
Vom 20. bis 22. Mai 2026 fand in Malmö die 31. Konferenz des Internationalen Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (HPH) statt. Unter dem Titel „Creating Sustainable Healthcare Systems to Promote Health, Equity and Resilience in Times of Global Crises“ diskutierten rund 540 Teilnehmer:innen im Zeichen von 40 Jahren Ottawa-Charta aktuelle Herausforderungen für Gesundheitssysteme sowie Ansätze zur Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Gesundheitseinrichtungen.
Österreich stellte die drittgrößte Teilnehmer:innen-Delegation und das ONGKG war mit zahlreichen spannenden Beiträgen vertreten.
30. ONGKG-Konferenz
30 Jahre ONGKG – 40 Jahre Ottawa Charta
26.-27.11.2026
Europahaus, Wien
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EFPC 2026 Conference
Driving Primary Care Transformation: People, Technology, and Care Navigation
06.-08.09.2026
Hospitalhof, Stuttgart, Deutschland
Wiener Gesundheitsförderungskonferenz 2026
Seelische Gesundheit. Inspirationen für die Praxis der Gesundheitsförderung
15.09.2026
Rathaus, Wien
20. qualityaustria Gesundheitsforum
Patient safety first! Wirksamkeit im Gesundheitswesen gestalten.
16.09.2026
wolke19, Wien
28. Jahrestagung der ÖGPH
Unified Health in a Globalised World
16.-18.09.206
FH Joanneum und Steiermarkhof, Graz
11. Österreichischer Primärversorgungskongress
Wissen wirkt, Praxis lebt: Forschung und Lehre in der Primärversorgung!
24.-25.09.2026
Hörsaalzentrum MedUni Graz & online
European Health Forum Gastein
Health for a stronger European Union – High time for action!
29.09.-02.10.2026
European Health Forum Gastein, Bad Hofgastein & online
1. ÖPGK Messe
14.10.2026
SkyDome, Wien
Austrian Health Forum Gastein 2026
19.-20.10.2026
Kongresszentrum Bad Hofgastein
pflegekongress26
kommunikation:macht:vertrauen
05.-06.11.2026
Austria Center Vienna
19th EPH Conference 2026
Urban and global synergies: shaping the future of public health with climate resilience, equity and innovation
10.-13.11.2026
Euskalduna Conference Centre, Bilbao, Spanien